Lieferbereitschaft Drucken

Stichwort, das eher dem Bereich Logistik zuzuordnen ist, das sich aber auch im Marketing auswirkt.

Bei der Lieferbereitschaft handelt es sich um eine Kennziffer, die Auskunft über die durchschnittliche Liefermöglichkeit eines Lieferanten gibt.

Die Lieferbereitschaft kann über den Lieferbereitschaftsgrad (Servicegrad) gemessen werden. Ist trotz vorhandener Nachfrage das Lager nicht sofort lieferbereit, liegt der Lieferbereitschaftsgrad unter 100%.

Die Lieferbereitschaft steigt, wenn man gezielt Sicherheitsbestände bei risikogefährdeten, also gefragten, Artikeln aufbaut und bei allen restlichen Artikeln streicht.

Für Marketing-Massnahmen gerade im Einzelhandel bedeutet dies, dass Ware, die beworben wird, grundsätzlich greifbar sein muss. Dabei reicht die jederzeitige Abrufbarkeit bei einem Dritten oder die bloße rechtliche Verfügbarkeit nicht aus. Die Menge muss so beschaffen sein, dass die übliche und zu erwartende Nachfrage befriedigt werden kann. Ein Hinweis  “Nur vorübergehend im Sortiment und daher nicht ausreichend verfügbar” oder “Wenn weg, dann weg” reicht nicht aus, um eine vorhandene Nachfrage unbefriedigt zu lassen. Die Rechtssprechung ist hier jedoch derzeit noch etwas vage. Die Durchsetzung eines Rechtsanspruches auf Lieferung bei ausverkauften Angeboten ist vom Einzelfall abhängig.